Review: King Gizzard & The Lizard Wizard – Gumboot Soup

Auf ihrem fünften Release 2017 zeigen die Australier die ganze Bandbreite ihres Könnens.

King Gizzard & The Lizard Wizard haben für 2017 fünf Alben angekündigt. Pünktlich zum 31. Dezember wurde dieses Versprechen mit „Gumboot Soup“ (Flightless Records) eingelöst. Anders als die vorherigen Releases folgt dieser Platte keinem Konzept. Eine B-Seiten-Sammlung sei dies laut Band aber auch nicht, vielmehr beinhaltet „Gumboot Soup“ Songs, die nicht so recht auf die vorhergehenden Alben passen wollten.

Die Tracks decken dabei ein breites Spektrum ab und zeigen, wie weit der Horizont der Australier reicht. Drüber steht Psych, die Interpretationen könnten unterschiedlicher nicht sein. Elf Songs, elf Ansätze.

Wobei der experimentelle Anteil leicht überwiegt. Das elektronisch angehauchte „Superposition“ und das loungige „The Last Oasis“ sind hier zu nennen. Tracks, die wirklich nicht zum restlichen diesjährigen Output passen wollen. Ebenso fallen die zurückgelehnten „Beginner’s Luck“ und „Barefoot Desert“ aus dem Rahmen. Hier wird Sixties Psych bearbeitet, sehr toll gelungen.

„Greenhouse Heat Death“ hätte mit seiner düsteren, proggigen Art sehr gut auf „Murder of the Universe“ gepasst. „All Is Known“ ist die Blaupause eines King Gizzard-Tracks. Ungewohnt wuchtig und in Richtung Metal schielend gibt sich „The Great Chain Of Being“.

Fazit: Tolle Sammlung von sehr unterschiedlichen Songs. Schließt das King Gizzard-Jahr würdig ab.