Review: King Buzzo – Gift Of Sacrifice

Wie intensiv eigentlich ein Akustikalbum sein kann…

Buzz Osborne, King Buzzo, seit einer gefühlten Ewigkeit Vorsteher der Heavy-Rocker Melvins. Stets sehr umtriebig, legte er bisher nur ein Soloalbum vor, das 2014er „This Machine Kills Artists“. Das recht umfangreiche Werke zeigte den King zurückhaltend, wenn auch weiterhin drängend, aber doch vorrangig mit der Akustikgitarre arbeitend.

Für sein neues Werk „Gift Of Sacrifice“ (Ipecac) hat sich Osborne nun den befreundeten Krachmacher Trevor Dunn (u.a. Mr. Bungle, Fantomas) an Bord geholt. Mit der Folge, dass nun viel mehr los ist und alles sehr viel intensiver ausfällt.

Streicher tauchen auf, dramatisieren etwa „Housing, Luxury, Energy“. Die Gitarre driftet gerne weg oder legt einen warmen Teppich. Dazwischen funken Störgeräusche und alptraumhafte Stimmen.

Eine helle Gitarre begleitet das verstörende „I’m Glad I Could Help Out“. „Junkie Jesus“ versinkt im Noise, „Acoustic Junkie“ ebenso.

Wenn die Songs auch noch so warm sind, wartet immer irgendwo ein blechernes Kreischen. „Mosk She“ fließt etwa schön dahin, zerfällt dann experimentell. „Science In Morden America“ ist ein Highlight, entdeckt das Weite, stößt dann aber auf fiese Monster.

Fazit: Sehr viel Tiefgang zu Orten, an denen man lieber nicht wäre.

8.3

8.3/10
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