Review: Kimono Drag Queens – Songs of Worship

World Music Psych der Marke Goat, nur verträumter.

Die Kimono Drag Queens sind eine Band aus Sydney, die stolze sieben Köpfe zählt. Mit „Songs of Worship“ (Copper Feast) erscheint nun das Debütalbum. Dies fällt mit sechs Songs und rund einer halben Stunde Laufzeit recht knackig aus. Muss ja aber nichts Schlechtes bedeuten.

Der Pressetext zitiert als Vorbilder Goat, Here Lies Man und Kikagaku Moyo, also Bands, die klassische, folkloristische Motive mit Psych Rock verbinden. Bei den Kimono Drag Queens findet man diesen World Music trifft auf Psych-Ansatz als Grundlage, stark ausgelebt wird er aber nicht.

Die Songs sind für die Bandgröße erstaunlich luftig. Straight fließen sie dahin, erhalten immer wieder Einschübe, wirken aber nicht überfrachtet. Man kann eine Nähe zu Goat finden, den Kimono Drag Queens fehlt es aber an der Energie der Schweden. Dafür träumen sie ausgiebig.

Auf „Wild Animals“ durchschneidet dann Goats „Run To Your Mama“-Beat eine verschlafene Soundlandschaft. Schade, wenn das das einzige herausstechende Merkmal ist. Davon abgesehen, ist es der beste Song der Platte, vor allem, weil man gegen Ende mal richtig aufwühlend wird.

Sonst treibt die Platte eher unauffällig dahin. Alles sehr stimmungsvoll und poppig, aber auch ohne Haken, um irgendwie hängen zu bleiben.

Fazit: Leider etwas unspannend.

6.8

6.8/10
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