Review: Kikagaku Moyo – Masana Temples

Die japanische Psych-Band gibt sich auf ihrem vierten Album sehr fokussiert.

Kikagaku Moyo packten auf ihre Alben auch schon mal 20 Minuten lange Jams, wenn es sein musste. Für ihr neues Album „Masana Temples“ (Guruguru Brain) wollten sie aber ihre bisherige Herangehensweise auf den Prüfstand stellen.

Dazu konsultierten sie den Jazz-Musiker Bruno Pernadas, mit dem die Japaner in Portugal zusammentrafen. Er sorgte dafür, dass Kikagaku Moyo ihren Fokus schärften. Experimente beiseite, schreiben wir schöne Songs.

Und das kann die Psych-Band, wie vor allem das hervorragende „Dripping Sun“ beweist. Der Track startet mit einem warmen Cosmic Groove. Dann bricht er sehr sanft um. Der Song wird zum Heulen schön. Ein fuzzy Ende trocknet dann die Tränen.

Es dominiert eine sehr warme und zarte Klangfarbe. Kraut Rock und Folklore werden zu etwas Wundervollem vermischt. „Nazo Nazo“ ist einfach nur schön, „Fluffy Kosmisch“ wird seinem Titel gerecht.

Wir driften sanft dahin, doch plötzlich kracht „Gatherings“ herein. Die fetten Riffs werden herausgeholt, der geile Jam startet. Doch schnell ist es vorbei und auch die Platte ist zu Ende. Vorher gibt es noch das akustische „Blanket Song“, wiederum ein ganz großer Wurf.

Fazit: Unheimlich toll und verzaubernd schön.

8.5

Fazit

8.5/10