Review: Khruangbin – Mordechai

Die Psych-Band aus Texas hat viel nachgedacht.

Als sich Khruangbin an die Arbeit zum dritten Album machten, suchte Bassistin Laura Lee Ochoa mittendrin eine Auszeit. Sie ging mit einem neuen Freund wandern. Bei einem Wasserfall zwang der Freund sie, hineinzuspringen. Sie tat es und erwachte.

Die Platte ist nun diesem Freund gewidmet, der Einiges in Gang setzte. Sie trägt seinen Namen: „Mordechai“ (Dead Oceans). Die vormals überwiegend instrumentale Band suchte nun Texte, um Stimmungen auszudrücken.

So erhielten die meisten Stücke Vocals. Bereits zuvor konnte man auf der EP mit Leon Bridges feststellen, dass Gesang gut zu dem meditativen und kunterbunten Psych der Texaner passen kann. Auch hier funktioniert das oft sehr gut.

Musikalisch werden wieder unterschiedliche Weg eingeschlagen. Funk, Disco, Tuareg, asiatische Klänge – alles findet seinen Platz. Die Stimmung ist dabei nachdenklich, manchmal etwas zu gediegen.

„Father Bird, Mother Bird“ will etwa nicht so recht zünden. Auch ist der Opener „First Class“ schon sehr gemütlich. Als ersten Song möchte man vielleicht lieber schnell abgeholt werden. Dennoch hat der Track reinigende Wirkung.

Zwei absolute Hits verstecken sich. „Time (You and I)“ ist ein sanfter Disco-Schleicher, der sich auf ewig festsetzt. „Pelota“ mischt spanische Klänge mit Tuareg und gerät recht flott.

Fazit: Ein angenehmes Erwachen.

7.8

7.8/10
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