Review: Khruangbin – Con Todo El Mundo

Auf ihrem zweiten Album perfektionieren die Texaner ihren von fernöstlichen Klängen inspirierten Psych-Funk.

Als Khruangbin 2015 ihr Album „The Universe Smiles Upon You“ veröffentlichten, hatten sie damit etwas mitzuteilen. Habt euch gerne, entspannt zusammen, zieht einen durch, gebt euch der Liebe hin. Auch auf dem Nachfolger „Con Todo El Mundo“ (Night Time Stories Ltd.) geht es wieder darum, dem rauen Weltklima mit Zusammenhalt zu begegnen. Dazu beschreibt Bassistin Laura Lee:

„My grandpa would always ask me ‚Cómo me quieres?‘ (how much do you love me?) And he’d only ever accept one response: ‚Con todo el mundo‘ (with all the world). He created his own world to live in. Khruangbin is the world we’ve created.”

Der Vibe der Platte ist ein relaxter. Vorzugsweise ist man instrumental unterwegs. Lee lässt ihren Bass funky sein, Mark Speer tanzt wild mit seiner Gitarre und Donald „DJ“ Johnson bearbeitet stoisch sein Schlagzeug. Man hört fernöstliche Klänge und tradionellen amerikanischen Desert Psych. Die Stimme wird nur selten verwendet. Wenn dann, hat sie etwas mystisches, wie im Abschlusstrack „Friday Morning“ oder taucht als mächtiger Chor im funky „Lady and Man“ auf.

Das einleitende „Cómo Me Quieres“ steht als Blaupause für den Rest des Albums. Das ist sehr treibend und atmosphärisch. Musik für einen Wellness-Tag.

Aufpeitschender gibt sich „Maria También“, funkier wird es mit „Evan Finds the Third Room“. Ansonsten hat man das Gefühl, den immer selben Track zu hören.

Fazit: Ein Album das fließt und Frieden verbreitet.

7.5

Fazit

7.5/10