Review: Julie’s Haircut – In The Silence Electric

Die Italiener befreien sich von Konventionen. Ambient Post Psych Rock, wenn man nach Begriffen suchen möchte.

Das Cover der neuen Julie’s Haircut-Platte ziert ein Foto der feministischen Künstlerin Annegret Soltau. Sie ist berühmt für ihre Gesichtsverknotungsfotos, nach der absoluten Verschnürung folgt dann die Befreiung.

In The Silence Electric“ (Rocket Recordings) greift dieses Motiv auf. Die Italiener, immerhin auch schon seit über 20 Jahren zunächst mit Garage, dann Psych Rock beschäftigt, lösen sich selbstbewusst von auferlegten Fesseln. Neue Wege gilt es zu ergründen.

In der ersten Hälfte liefert man noch recht konventionellen Psych Post Punk ab. „Anticipation Of The Night“ ist hier noch am ungewöhnlichsten. Unter dem Gitarrenfeedback liegen wohltuende Sounds, die Störgeräusche bleiben aber durchgehend.

„Emerald Kiss“ erinnert mit dem Repetitiven und der verhallten Stimme etwas an frühe Moon Duo. „Until The Lights Go Out“ arbeitet mit Noise-Ausbrüchen, während „Sorcerer“ fließenden Psych Rock anbietet.

Ab da ändert sich die Klangfarbe. Julie’s Haircut werden reduzierter, experimenteller. Synthies flirren über „Darlings Of The Sun“. Peitschende Percussions und ein knarzender Beat bestimmen „Pharaoh’s Dream“. „For The Seven Lakes“ ist dann eine ungestüme Ambient-Fläche.

Fazit: Teil 1 gefällt mehr, Teil 2 ist dafür wertvoller.

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