Review: JuJu – Our Mother Was A Plant

Multi-Instrumentalist Gioele Valenti stellt sein neues Album als JuJu vor. Wir bekommen einen Blumenstrauß in psychedelischen Farben.

Gioele Valenti ist normalerweise bei den Lay Llamas tätig. Das Soloprojekt des Italieners nennt sich JuJu und er begreift dies als Spielplatz. Jegliche musikalische Stilrichtung wird hier behandelt, von Krautrock über Shoegaze bis hin zu Afrobeat.

Sein zweites Album heißt „Our Mother Was A Plant“ und ist via Fuzz Club Records erschienen. Darauf hat sich JuJu auf zwei Tracks Capra Informis von Goat eingeladen. Es ist ein Platte geworden, die man anwirft und sich dann in seinem Sitzsack versenkt. Eine Reise an unbekannte Orte, unterlegt mit strangen Sounds, die allerdings nie zu abgefahren sind.

„Death By Beautiful Things“ beginnt mystisch und beschwörend, bewahrt sich aber die dominante Basslinie und lässt Gitarren darüber schweben. Ein leichter Eighties-Touch kommt mit Glam-Rock hinzu. Capra Informis taucht auf „In A Ghetto“ und „Sunny After Moon“ auf. „In A Ghetto“ ist etwas wilder und näher am Goat-Sound. „Sunny After Moon“ bildet das Ende der Platte und ist das Gegenstück. Zunächst ruhig und sphärisch schleichen sich House-Beats und Afrobeat-Grundlagen hinein.

„And Play A Game“ arbeitet mit strahlende Synthies und rückt nahe an Primal Scream heran. Etwas straighter und beinahe radiotauglich wird es mit „James Dean“, der einen sehr bedrohlichen Bass und klassischen Psych zugrunde legt.

„I Got Your Soul“ ist eine Krautrock-Improvisation, „What A Bad Day“ variiert auf fast zehn Minuten Shoegaze.

Fazit: Abwechslungsreiche, immer packende Platte. Musik für Kenner und die, die sich treiben lassen wollen.

 

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