Review: Jesus Sons – Tres

Unpeinlicher Country Rock: Die Jesus Sons melden sich mit einem neuen Album zurück.

Die Jesus Sons sind tief in der kalifornischen Garage-Rock-Szene verankert. Gitarrist Bert Hoover hatte etwa zu Jahresbeginn mit Mind Meld eine wunderbare Fuzz-Psych-Platte veröffentlicht. Dennoch widmen sich die Jesus Sons eher dem Country Rock, ohne jedoch in unangenehme Gefilde abzudriften.

Auf „Tres“ (Mock Records) zeigt sich das wunderbar. Nehmen wir gleich den Eröffnungstrack: „Release Me From Your Spell“. Ein energetischer Song, mit behutsam eingesetzter Pedal Steel. Jemand anderes hätte wohl einen Radiohit daraus gemacht, die Jesus Sons spendieren die notwendige Räudigkeit, um den Track glaubhaft zu halten.

Auf „Coast to Coast“ geht es easy zu, die Mundharmonika tritt auf. Ja, das hört sich auch etwas nach Creedence Clearwater Revival an, die den Country Rock ebenfalls perfekt beherrschten. Sehr deutlich wird sich auf „Livin‘ Easy“ verbeugt.

Highlight des Albums ist das sechs Minuten lange Improstück „Feel Alright (That Bottle)“, welches Pink Floyd zititert und sehr driftend ist. Danach folgt etwas Schunkeln, bevor es mit „Six Days On The Road“ noch einen klassischen Trucker-Track gibt.

Fazit: Eine Platte für On The Road voller mitreißender Momente mit etwas Ironie, aber nicht zuviel.