Review: JC Satàn – Centaur Desire

Die Garage-Punk-Band aus Frankreich gibt sich auf ihrem fünften Album so variantenreich wie nie zuvor.

JC Satàn klangen zu Beginn ihrer Karriere stets nach dem Ty Segall der Prä-Goodbye-Bread-Ära. Sie spielten melodischen Garage Punk, knackig und mit Scheiß drauf-Attitüde präsentiert. Mit dem Labelwechsel zu Born Bad Records und dem selbst betitelten 2015er Album änderte sich der Sound etwas.

Mehr Fuzz, weniger Tempo, mehr Verspieltheit, weniger Rotze. Diese Richtung perfektionieren sie nun auf ihrem fünften Album, „Centaur Desire„, welches ebenfalls via Born Bad Records erscheint. Die Songs schleppen sich an einigen Stellen nun sehr und sind somit beinahe Stoner Rock.

Zudem werden mehr Experimente eingegangen und mit „Complex situation“ findet sich gar ein treibender Elektro-Punk-Track auf der Platte wieder. Die Basis bildet aber weiterhin Garage Rock, der sich vor allem zum Beginn des Albums deutlich wiederfindet.

„I won’t come back“ bietet zwar zunächst Psych an, bricht dann aber um. Der Titeltrack geht dann hektisch nach vorne. Bereits dann aber der Stilbruch zum Psych Pop mit harten Gitarren auf dem fantastischen „Erika“. „No brain no shame“ und das aufpeitschende „Communion“ schleppen sich dann durch den Wüstensand.

Gegen Ende dann wieder mit „The road“ und „Lies“ Bekanntes, bevor mit „Libera“ die Spielwiese eröffnet wird. Hier arbeitet man sich aber vorwiegend am Sixties Psych ab.

Fazit: Die bisher beste Platte der Franzosen.

8.6

Fazit

8.6/10