Review: Jasmine Trails – dto.

Von der Kanadierin wird noch zu hören sein. Ihre Debüt-EP ist jedenfalls schon sehr groß.

Hinter Jasmine Trails steckt die 20-jährige Singer/Songwriterin Allie O’Manique. Aufgewachsen ist sie in Ottawa, Musik nimmt sie seit Jahren auf. Früher war sie als trails unterwegs, veröffentlichte bereits 2015 erste Songs.

Bisher waren dies Home-Recordings, nur sie mit Gitarre. Das ändert sich nun mit der neuen Platte. Die 4-Track-EP trägt den Namen „Jasmine Trails“, erscheint via AWAL und wird als Debüt angepriesen. Davor war alles Findung, jetzt soll es richtig losgehen.

O’Manique hat ein Trauma aufgrund von sexueller Gewalt zu verarbeiten. Sie thematisiert dies auf der EP. „Over the years I’ve become more and more comfortable singing about those experiences, because sex and intimacy is something I’m trying to turn back into a beautiful thing again“, wird sie im Pressetext zitiert.

„Alive and Well“ heißt die berührende Schlussnummer. Mit zaghafter Instrumentierung singt O’Manique gefühlvoll, sie ist verletzt, aber nicht zerstört.

Wenn es auch reduziert ist, so sind die Songs dennoch fülliger als ihre bisherige Arbeiten. Dafür sorgen auch zahlreiche Gäste, wie Pascal Delaquis (Little Scream), Jamieson Mackay (Shadowhand) oder Mike Dubue (Hilotron), der gleichzeitig produziert hat.

Die Eröffnungsnummer „Dream Girl“ überrascht mit schleppendem Doom Folk. Die Gitarre brummt, ist verwaschen. Danach öffnet sich die Platte etwas. „Candles“ wird mehr von Synthies getragen, ist zunächst melancholisch, gegen Ende wärmer. „Mourning“ ist sehr gediegen, wird mit der Zeit aufgefettet.

Fazit: Wundervoll!

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