Review: Howlin Rain – The Alligator Bride

Die Band um Comets On Fire-Gründer Ethan Miller setzt sich in einen Hippie-Bus und liefert einen American Rock’n’Roll-Entwurf.

„Neal Cassady Rock“, so beschreibt Howlin Rain-Frontman Ethan Miller die Musik, die wir auf der neuen Platte vorfinden. Für das insgesamt fünfte Werk, „Alligator Bride“ (Silver Current Records), scharte der Comets On Fire-Gründer seine Mannen in San Francisco um sich.

Die Songs wurden in kürzester Zeit aufgenommen und von Eric „King Riff“ Bauer produziert. Zuletzt verhalf Bauer den Meatbodies („Alice“) und Oh Sees („Orc“) zu Meisterwerken auf großen Leinwänden. Auch auf „Alligator Bride“ sind die Gesten da.

Die Kalifornier sehen sich auf dieser Platte in einem Hippie-Bus auf großer Tour, bekifft und getrieben. Musikalisch fangen sie das perfekt mit einem sehr angenehmen Classic Rock ein. Gleich die Eröffnungsnummer „Rainbow Trout“ lässt nach einem langen Road Trip durch den Westen der USA gieren.

„Missouri“ ist toller, mitreißender Rock’n’Roll. Auf „Speed“ wird es erst sanft und nachdenklich. Dann zieht das Tempo an und Miller singt voller Inbrunst. Auch „The Wild Boys“ startet ruhig, entfaltet aber über seine acht Minuten eine immer größer werdende Dichte.

Riffigen Classic Rock erhalten wir auf dem Titeltrack. „In The Evening“ ist sehr zurückhaltend. Das Schlussstück „Coming Down“ bietet epischen Rock.

Fazit: Lebensfrohe, umwerfende Rock-Platte.

7.9

Fazit

7.9/10