Review: Hot Lunch – Seconds

Nie um einen Jam verlegen: Die Band aus San Francisco hat ihre psychedelische Seite entdeckt.

Eine Jam-Band waren Hot Lunch schon immer. Auf ihrem 2013er Debüt fügten sie dem Proto Metal/Southern Rock gerne Ausuferndes hinzu. Der Nachfolger ist nun aber kaum mehr einzufangen.

Seconds“ (Tee Pee Records) besteht aus sechs Songs, die bei der grundsätzlichen Stoßrichtung bleiben. Harter Rock für harte Männer, die knietief im Fuzz stehen. Die Stimme ist Whiskey getränkt, der Bass wummert.

Doch schon mit „Smoke Ring“ werden psychedelische, ruhigere Stellen eingeführt. Dann klimpert der Song auch mal minutenlang vor sich hin. Richtig zelebriert wird dies auf der beinahe 14 Minuten langen Schlussnummer „Skulled to Neptune“.

Es hat etwas von einer Beschwörung, Eric Shea spricht in fremden Zungen. Im Verlauf arbeitet man sich an verschiedenen Genres ab, Classic Rock, Stoner, usw., kehrt aber aber immer wieder zu den Schamanen zurück.

„Black Angel’s Curse“ ist episch und fantastisch, „Human Reissue“ dröhnt herrlich. Mit „Haul of Meat“ haben wir sogar einen Song, der schnell zum Punkt kommt.

Fazit: Psychedelische Jams, die auch etwas nach Bourbon schmecken.

7.9

7.9/10
It's only fair to share...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Pin on Pinterest
Pinterest
Email this to someone
email
Share on Tumblr
Tumblr