Review: Hooveriii – Water For The Frogs

Kalifornische Garage-Rocker mit einem Faible für Kraut Rock.

Einst startete Bert Hoover sein Projekt Hooveriii als Ein-Mann-Show. Mit dem selbstbetitelten 2018er Release mutierte es zur vielköpfigen Space Rock-Band. Auch „Water For The Frogs“ (The Reverberation Appreciation Society) vereint viele Köpfe aus der kalifornischen Garage Rock-Szene.

Gabe Flores und Owen Barrett, die in ein paar Wochen mit der Grave Flowers Bongo Band eine neue Platte veröffentlichen, sind dabei, ebenso Kaz Mirblouk, James Novick und Casey Sullivan. Auf einer Europa-Tour landete man in Fürth. Dort schrieb man die Platte, unter Einfluss des Kraut Rock. Eine Session in einem Bunker legte den Grundstein, der zuhause in Kalifornien ausgearbeitet wurde.

Den Kraut-Einfluss spürt man sehr deutlich. Cool und repetitiv fließt das Album an vielen Stellen dahin, weiß aber auch Schwurbeliges anzubieten, wie etwa auf dem deutschesten Beitrag „Hang Em‘ High“. Synthie-Sounds sind sehr dominant und verleihen dadurch oft einen spaceigen Touch. Auf „Erasure“ tritt dann etwas mehr Garage Rock nach vorne. Mit die beste Nummer, ist die Band hier doch da, wo sie herkommen.

Man liebt Kraut Rock, doch noch muss man sich da herantasten. Vieles wirkt nicht ganz fertig gedacht. Die zehn Minuten lange Schlussnummer „Gone“, die zwischen Entspannung und Hektik pendelt, lässt aufhorchen. Hooveriii sind voller Tatendrang und wollen bald neues Material nachlegen. Mögen sie dann ihren Flow finden, die Grundlagen sind da.

Fazit: Noch nicht perfekt, aber schon sehr gut.

Hooveriii - Water For The Frogs

8.4

8.4/10
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