Review: Holy Wave – Interloper

Die Dream-Psych-Band aus Austin beschreibt einen rastlosen Zustand.

Holy Wave schauen auf ihrer vierten Platte oft aus dem Fenster. Draußen ist es regnerisch, dann ist das Wetter schön. Wenn die Band aus Austin also nicht auf Konzertreise ist, sitzt sie verloren herum.

Interloper“ (Reverberation Appreciation Society) behandelt das Leben auf der Tour und zwischen den Tourneen. Während man on the road viel erlebt, kann das Leben zuhause schon einmal eintönig werden.

So teilt sich auch der Sound auf. Zwischen zwingendem Shoegaze und flächigem Dream Psych setzt sich das insgesamt vierte Album von Holy Wave nieder. Es ist dabei durchaus variantenreicher und nicht gar so einlullend, wie es der 2018er Vorgänger „Adult Fear“ stellenweise war.

Angenehm flirrt „Schmetterling“ dahin. „Maybe Then I Can Cry“ gerät stürmischer und „Buddhist Pete“ wartet mit großen Shoegaze-Momenten auf.

Die Platte kann viel, bewegt sich in seiner Trägheit ungemein. Toll das brummend entspannte „R&B“, hervorragend der einhüllende Titeltrack.

Die sanften Momente sind ehrlich, die forschen ebenso. Da hatte jemand viel Zeit zum Nachdenken.

Fazit: Ungeduldig und doch in einem seltsamen Ruhezustand.

8.3

8.3/10
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