Review: Holy Wave – Adult Fear

Die Welle auf der Holy Wave auf ihrem dritten Album reiten ist eine meditative, beinahe einlullende.

Holy Wave waren schon immer eher gemütlich unterwegs. Dennoch gab es hier und da eine Fuzz-Gitarre und rockigere Parts. Die fehlen auf „Adult Fear“ (The Reverberation Appreciation Society / Burger Records) beinahe komplett.

Die Texaner agieren sphärischer und flächiger, rücken die Synthies in den Vordergrund. Das Tempo ist zumeist schleppend. Eine Meditation, an manchen Stellen, böse gesagt, eine Einschlafhilfe. Wenn man bei „Dixie Cups“ angelangt ist, wünscht man sich Tempo und einen Ausbruch. Der kommt nicht.

„David’s Flower“ und der Titeltrack sind etwas flotter, bleiben aber dennoch entspannter Psych Pop. Die Stücke sind allesamt sehr eingängig und melodisch. Gerade „How Was I Supposed To Know“ bietet tolle Synthies, auch auf dem ausufernden Achtminüter „Habibi“ bekommt man diese.

Dennoch: Irgendwas fehlt, der Arschtritt, das „Aufwachen bitte“. So fliegt das Album eher leichtfüßig vorbei.

Fazit: Zwischen entspannt und belanglos.

 

6.4

Fazit

6.4/10