Review: Holy Motors – Slow Sundown

Die Band aus Estland wird gerade für ihr neues Album von der Kritik gefeiert. Zurecht? Zurecht!

Holy Motors stammen aus Estland, klingen aber zutiefst amerikanisch. Cowboys streifen verloren durch die Prairie, die Sonne geht unter, Geborgenheit gibt es nicht, nur raue Wildnis. Dies sind die Bilder, die im Kopf beim Hören des Debütalbums entstehen.

Slow Sundown“ ist via Wharf Cat Records erschienen und wurde von Carson Cox (Merchandise) produziert. Die Band bietet drei Gitarristen auf. Die sind aber nicht damit beschäftigt, Soundwände aufzustellen sondern einsam umherzustreifen. Dazu haucht Sängerin Eliann Tulve.

Das Tempo ist stets niedrig, die Atmosphäre die eines Neo-Westerns. Sagen wir: Beach House minus Synthies plus Reverb-Gitarren. Könnte gut zu David Lynch passen. Die Kritiker überschlagen sich derzeit und preisen den Dark Psych von Holy Motors.

Tatsächlich machen die Esten es sehr gut, wenn sich ihr Trick auch sehr oft wiederholt. Der Einstieg „Honeymooning“ ist hier die Blaupause. Verträumt und driftend kommt der Track daher, die Gitarren mischen sich sanft ein und Tulve schwelgt.

„Silently For Me“ ist etwas mystischer angelegt. „Signs“ schraubt das Tempo höher, die Gitarren flirren. Noch ruhiger startet „I Will Try“, erst spät wird die Kulisse dichter. „Sleeprydr“ ist sehr ausufernd und dicht.

Fazit: Ist schon gut, mehr Variationen hätten der Platte aber gut getan.

7.4

Fazit

7.4/10