Review: Holiday Ghosts – West Bay Playroom

Nicht mehr ganz so beliebig: Die Briten variieren ihren Sound für das zweite Album und landen damit einen Erfolg.

Das 2017er Debüt von den Holiday Ghosts enthielt netten, harmlosen Rock’n’Roll. Musik von der Sorte, die einen nicht weiter stört, die aber auch nicht sonderlich lange nachhallt. Für ihre zweite Platte wurde das Spektrum erweitert.

West Bay Playroom“ (PNKSLM) fühlt sich tatsächlich so an, als ob man sich mit den Briten in einem Spielzimmer aufhalten würde. Sehr viele Ideen schweben herum, die Aufmerksamkeitsspanne ist dabei gering. Man hält sich an keinem Ort lange auf, eilt schnell von Station zu Station.

Der melodische, leicht auf LoFi getrimmte Rock’n’Roll überwiegt weiterhin. Dazu kommen aber nun Einflüsse aus Surf, Western und Country. Von den 14 Songs dauert kaum einer über drei Minuten. Viele Entwürfe eben, aber da ist einiges Brauchbares dabei.

Gleich die Eröffnung mit „Low Flying Bird“ ist super. Die Beach Boys-Attitüde passt gut, ein toller Song. Auch sehr cool sind die Country-Nummer „B.S. Porsche“ und der Western-Drift „Booksmart“ geraten.

„The Dodger“ kommt sehr lässig, mit etwas Blues im Gepäck, daher. „Just A Feeling“ erinnert etwas an Holly Golightly minus Brokeoffs. Das Drumherum geht voll in Ordnung.

Fazit: Das dritte Album könnte wirklich ein Meisterwerk werden, wenn die richtige Idee aufgenommen wird.

8.2

8.2/10
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