Review: Hills – Alive at Roadburn

Die schwedischen Psych-Rocker haben ihre ausufernde Roadburn-Show auf Platte gepresst.

2016 spielten die Hills eine ihrer seltenen Live-Shows beim legendären Roadburn Festival. Via Rocket Recordings kann dieses Konzert nun auch über die heimische Stereoanlage gehört werden. Wir können wirklich froh, dass dieses Meisterwerk in Sachen ausuferndem Psych-Rock zugänglich gemacht wurde.

Mit Live-Alben ist es ja so eine Sache. Will man wirklich dieselben Songs, die man schon als Studioversion hat, noch einmal als Live-Version in zumeist schlechterer Qualität und dem exakt selben Aufbau? Hills zeigen jedenfalls, wie man mit dieser Veröffentlichungsart zu verfahren hat. Die bekannten Songs bestehen auf „Alive at Roadburn“ nur noch als Grundgerüst, werden dann genüsslich zerlegt und neu zusammengesetzt.

Wer sich die Tracklist anschaut, kann ob der gerade einmal vier Songs ins Zweifeln geraten. Doch keiner der Songs ist unter 13 Minuten lang. Die Schweden treiben das Jammen bis an die Spitze ohne den Hörer zu langweilen.

„National Drone“ von „Frid“ beginnt mit seinen leicht orientalischen Klängen, dann wird der Song wuchtig und explodiert. „Frigorande Musik“ schnuppert am Desert Rock und gipfelt in einer Psych-Orgie. „Master Sleeps“ vom gleichnamigen Album wird einfach auf die doppelte Länge gestreckt. Eigentlich ein funkiger 70ies-Rock-Song bleibt ein Krautrock-Track zurück. Nach 45 Minuten ist man dann bei „Och Solen Sankte Sig Rod“, der einen würdigen Schlusspunkt setzt.

Fazit: So geht Live-Album. Die Hills nehmen dich mit auf eine Psych-Odyssee. Gut eine Stunde wegdriften inklusive.

 

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