Review: High On Fire – Electric Messiah

Das achte Album der Stoner-Metal-Band ist eine Verbeugung vor Lemmy Kilmister geworden.

Zum 20-jährigen Jubiläum gibt es mal wieder ein neues Album von High On Fire. Der letzte Longplayer war das 2015er „Luminiferous“. Schon damals produzierte Kurt Ballou und er hat es für „Electric Messiah“ (eOne) wieder getan.

Drei Jahre sind für Gitarrist und Sänger Matt Pike nur ein Wimpernschlag, nimmt man die Zeitspanne her, die seine Hauptband Sleep normalerweise zwischen zwei Alben legt. Sleep beendeten dieses Jahr die Dürreperiode mit einem famosen neuen Werk. Den Einfluss auf High On Fire spürt man aber nur an wenigen Stellen.

Vielleicht am ehesten auf der dahinrollenden Schlussnummer „Drowning Dog“. Zwar gibt es zwischendrin ähnlich epische Passagen, doch es dominiert schneller Metal Punk oder brutaler Heavy Metal.

Das erhöhte Tempo soll als Verbeugung vor Lemmy Kilmister gesehen werden, der sich ja auch mit Motörhead an keinerlei Geschwindigkeitsbegrenzungen hielt. „Spewn From The Earth“ und der Titeltrack weisen die deutlichsten Parallelen auf.

Das epische „Steps of the Ziggurat / House of Enlil“ wälzt sich zunächst behäbig, wird dann gnadenlos und ist mit ausufernden Soli garniert. Auch „Sanctioned Anninhilation“ ist sehr bedrohlich. Eine vertrippte Jam-Nummer gibt es mit „God of the Godless“.

Fazit: Mächtig und schwer zu konsumieren. Aber grandios vorgetragen.

8.1

Fazit

8.1/10