Review: Hey Colossus – RRR (2018 Expanded Edition)

Riot Season Records veröffentlicht eine erweiterte Version des 2011er Albums der Noise-Rock-Band.

Sich durch den Backkatalog von Hey Colossus zu arbeiten lohnt sich immer. Seit Gründung haben sich unzählige Platten und Zusammenarbeiten angesammelt, die sehr unterschiedlich sind und diverse Facetten des Noise Rock ausleuchten.

Riot Season Records ruft etwa dieser Tage den 2011er-Release „RRR“ mit einer Reissue in Erinnerung. Die Platte wurde über ein Wochenende aufgenommen und entstand aus einer Jam-Session zusammen mit Jonathan David Richards von The Notorious Hi-Fi Killers sowie Leon Marks von Shit & Shine.

Für die Wiederveröffentlichung wurden alternative Versionen von Tracks beigelegt. Zudem befindet sich mit „Under And Under“ ein bisher noch nicht gehörter Song aus den Sessions auf der Platte.

Aufgrund des Aufnahmeprozesses haben wir es hier mit einer sehr experimentellen und atmosphärischen Platte zu tun. Stimmungsvoll, oft bedrohlich, wälzen sich die Songs dahin. Ruhigere Stellen bleiben dennoch angsteinflößend. Dazu trägt der leicht gutturale Gesang bei.

„Teased From The Nest“ liegt gleich in zwei Alternativversionen vor, die beide etwas aufgelockerter und meditativer daherkommen. Der Titeltrack ist schleppend und böse, in der neuen Version noch etwas dichter und chaotischer.

„Rotated For Success“ startet experimentell und schwenkt dann zu mächtigem Noise Rock um. „Almeria, Spain“ gibt sich sludgig und bietet breite Gitarrenflächen an. „Warmer The Belter“ ist dann sehr reduziert und flackernd. Die „New Born“-Version gestaltet sich etwas freundlicher.

„I Am Bunga Bunga“ filtert in der Italo-Version die Störgeräusche heraus und lässt so einen treibenden Psych-Track entstehen. Das bisher unveröffentlichte „Under And Under“ hat reinigende Wirkung.

Fazit: Die Alternativversionen sind allesamt sinnvoll und so ist dieser Rerelease unverzichtbar für Noise Rock-Freunde.

8.1

Fazit

8.1/10