Review: Hey Colossus – Dances / Curses

Eine fantastische, intensive Platte zwischen Heavy Rock und Pop.

Auf der dem letztjährigen „Four Bibles“ hatten Hey Colossus ihren Heavy Rock bereits geöffnet. Die Wucht wurde gedämpft, ruhige Passagen durften übernehmen. Die neue Platte vollendet nun den Weg zum Massentauglichen.

Dances / Curses“ (Wrong Speed) ist die 13. Platte des Kollektivs aus London, das gerne in wechselnden Besetzungen antritt. Dieses Mal passte die Harmonie so gut, dass man gleich ein Doppelalbum erstellte.

Der Fluss überträgt sich auch auf das Musikalische. Er ist stet und zieht sich durch das gesamte Werk. Mal sind die Wellen höher, dann scheint er fast zu versiegen. Es ist ein dramatisches, wohl konstruiertes Album, das man sich immer wieder auflegen möchte.

Die Ecken sind abgeschliffen, nicht schlimm darum. So haben wir gut Genießbares von einer der besten Rock-Bands, die es zur Zeit gibt. Dem muss man sich nach „Dances / Curses“ jedenfalls sicher sein.

„The Eyeball Dance“ stampft locker ein und bringt dann den Sound auf den Weg, die uns weiter begleitet: anspruchsvoller, wendiger, wuchtiger, aber nie zu arger Heavy Rock.

Kraut-Motive tauchen auf, „Donkey Jaw“ zeigt sich etwa mit einem motorischen Beat ausgestattet. „Dreamer Is Lying In State“ fällt dafür psychiger aus.

Herausragend ist der Abschluss des ersten Teils mit „A Trembling Rose“. Sehr intensiv werden wir durch helle und dunkle Gassen geführt. Die zweite Hälfte präsentiert sich noch gediegener.

Zunächst schwört uns Mark Lanegan auf „The Mirror“ ein. „Blood Red Madrigal“ ist so wundervoll, „Revelation Day“ sanft abgefahren.

Fazit: Ein Meisterwerk!

9.2

9.2/10
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