Review: Here Lies Man – You Will Know Nothing

Das Afrobeat-Stoner-Projekt liefert auf seinem zweiten Album deutlich mehr Abwechslung.

Knapp ein Jahr nach dem Debüt kehren Here Lies Man mit ihrem zweiten Album zurück. „You Will Know Nothing“ (RidingEasy Records) heißt es und ist damit der dritte Release binnen der letzten 14 Monate. Dazwischen gab es noch die „Animal Noises“-EP.

Auf der EP hatte sich eine wünschenswerte Entwicklung der Band abgezeichnet. Das Debüt bestach mit verschwitzt sexy Afrobeat-Stoner, ermüdete aber auf Dauer, da sich die Songs zu ähnlich waren. Die EP zeigte neue Experimente, die den Sound auch mal etwas verlangsamten oder gar variierten.

Die neue Platte setzt das fort. Bandkopf Marcos J. Garcia, ansonsten mit Antibalas für klassischen Afrobeat bekannt, hat sein Songwriting deutlich verbessert und liefert ein sehr starkes Werk ab. Es gibt ruhige Passagen, atmosphärische Soundflächen und verschiedene Klangfarben.

Begleitet wird er von seinen Antibalas-Kollegen Reinaldo DeJesus und Victor Axelrod. Für die Percussions ist Geoff Mann von Yuganaut zuständig, Richard Panta bedient die Congas.

Den Einstiegstrack kennen wir von der angesprochenen EP aus dem vergangenen Winter. „Animal Noises“ liegt hier in einer überarbeiteten Version vor, die etwas schmutziger ausfällt und zudem ein längeres Fade-Out anzubieten hat.

„Summon Fire“ ist sehr ähnlich und wieder eine tanzbare, rasante Nummer. Dann kommt der Bruch. „Blindness“ ist weniger wild, setzt auf einen entspannten Groove und ist fantastisch gelungen.

Es folgen die atmosphärischen Instrumental-Tracks „That Much Closer To Nothing“ und „Hell (Wooly Tail)“. Das Keyboard verbreitet Düsternis, alles wirkt bedrohlich. „Voices At The Window“ gibt sich dann sehr verloren und zurückhaltend.

Wir kehren zurück zum treibenden Afrobeat-Sound, der kurz vom ruhig fließenden „Floating On Water“ unterbrochen wird. „You Ought To Know“ beendet die Platte mit experimentellem und sehr reduziertem Sound.

Fazit: Das Projekt entwickelt sich in die richtige Richtigung.

7.6

Fazit

7.6/10