Review: Here Lies Man – Ritual Divination

Mehr Black Sabbath, weniger Afrobeat auf dem vierten, leider zu langen, Album.

Here Lies Man verheiraten Black Sabbath mit Afrobeat auf „Ritual Divination“ (RidingEasy) bereits zum vierten Mal in Form eines Longplayers. So ansprechend die Mischung zu Beginn, so erschöpfend mittlerweile das Konzept. Auf dem 2019er „No Ground To Walk Upon“ stellte sich dann doch tatsächlich Ermüdung ein.

Deshalb adaptierten die Kalifornier für das neue Werk ihren Ansatz. Der Rock tritt nach vorne. Das ist nun mehr 70s Heavy Rock und weniger Afrobeat. Insgesamt stellt das eine Erfrischung dar. Nur die Lauflänge trübt etwas den Gesamteindruck.

15 Tracks sind auf „Ritual Divination“ enthalten und sie strotzen eben nicht vor neuen Ansätzen. Wiederholungen treten auf. Etwas weniger wäre mehr gewesen.

Dennoch lassen sich Perlen finden. Das Eröffnungsdoppel etwa. Während „In These Dreams“ moshige Parts aufweist, gibt sich „I Told You (You Shall Die)“ catchy und auch ein wenig dramatisch. Die rockigere Orientierung offenbart sich sofort.

„Can’t Kill It“ hat einen schönen Groove, das repetitive „I Wander“ zieht einen sofort in den Bann. Das Konzept wird dann immer wieder mit leichten Varianten angewandt. Mal mehr Soli, dann wieder driftende Momente. „Disappointed“ fällt mit seinem sehr atmosphärischem Zwischenstück angenehm auf. Auch die mystische Schlussnummer „Cutting Through The Tether“ weiß, wie es sich auf anderem Boden anfühlt.

Fazit: Das nächste Mal schön knackig bitte.

7.2

7.2/10
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