Review: Henrik Appel – Humanity

Zweite Soloplatte des Schweden. Reduzierter, schräger Garage Rock mit großen Momenten.

Der Schwede Henrik Appel, eine feste Größe des Stockholmer Punk-Undergrounds, hatte sich bereits mit seinem 2018er „Burning Bodies“ den Solopfad angeschaut. Damals erhielten wir rumpeligen Garage Rock, reduziert und schräg, der gerne auch mal melancholisch wurde.

Und so geht es in etwa auch auf der neuen Platte „Humanity“ (PNKSLM) weiter. Wieder schrieb Appel zusammen mit Emma Lind etwas länger an den Songs, klopfte sie dann innerhalb weniger Tage ein. Wohl konstruierte Unmittelbarkeit.

Was dabei herauskam ist noch einmal eine Spur besser als „Burning Bodies“. Etwas variantenreicher, etwas gefühlvoller und überraschender. Das überstürzte „Outside“ fällt etwa zur Mitte in ein sehr experimentelles Loch. Zunächst gibt es auf „Get A Job“ nur Gitarre und Stampfen, dann setzt ein düsteres Saxofon ein. Alles sehr stimmungsvoll.

Das Tempo ist zumeist etwas flotter. Der Titeltrack geht ebenso beschwingt voran wie „Wake Me Up“. Wundervoll dann, wie Lind auf „I Need You“ in den Vordergrund tritt. Eine sehr eindringliche Geschichte. Sehr schön ist das schwelgerische „I Want To Lie“ geraten, toll das zurückhaltende „Mrs. Spaceman“.

Fazit: Minimalistischer Garage Rock, der mitreißt.

Henrik Appel - Humanity

8.2

8.2/10
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