Review: Helicon – dto.

Lange hat das Debütalbum der schottischen Psych-Rock-Band auf sich warten lassen. Das Ausharren hat sich gelohnt.

2009 gründeten die Brüder John-Paul und Gary Hughes in Glasgow die Band Helicon. Ständige Besetzungswechsel haben die Psych-Rocker bisher daran gehindert, einen Longplayer aufzunehmen. Doch jetzt scheint sich die Band gefunden zu haben. Es wurde auf Stop gedrückt und der Status Quo auf Band gepresst. Das Ergebnis heißt „Helicon“ (Fuzz Club Records) und ist ganz wunderbar geworden.

Aufgenommen wurde die Platte im Castle Of Doom Studio von Mogwai. Hinter dem Mischpult saß auch deren Produzent Tony Doogan. Er hat ein Händchen für sehr dichte Sounds und dies hat er erneut auf „Helicon“ bewiesen. Immer wieder schichtet Helicon Layer auf und verliert sich im Getümmel. Doch es gibt auch ruhige, einfache und helle Momente.

„Devil On Your Tongue“ bietet zum Einstieg von Allem etwas. Nach dem treibenden Synthie-Intro werden langsam Wände aufgestellt. Auf Entschleunigung folgt Wucht folgt Geschwurbel. „Valmiki“ führt dann orientalische Sounds ein, die an vielen Stellen wieder aufgenommen werden. Wie etwa auf „Seraph“, das dann sehr entschlackten Sixties Psych anbietet.

„Drinking of You“ kommt dann nach einem driftenden Intro wieder mit voller Wucht daher. „The Bold Yin“ lässt nach hellem Beginn Hektik aufkommen. „Teenage Murder“ schleppt sich mit viel Reverb dahin. „French As Fuck“ bringt wieder etwas Ruhe hinein, bevor dann das ausufernde Jam-Stück „Ring The Albanian“ die Platte abschließt.

Fazit: Was lange gärt, wird fantastisch.