Review: Heavy Temple – Lupi Amoris

Progressiver Stoner für Rotkäppchen.

Seit 2012 beackern Heavy Temple das Feld zwischen Progressive Metal und Stoner Rock. Einige EPs, Splits und Singles sind erschienen, mit „Lupi Amoris“ (Magnetic Eye) gibt es nun aber erstmals einen Longplayer.

Von der ursprünglichen Besetzung ist nur noch Frontwoman High Priestess Nighthawk übrig, der Rest ging zwischen Tourneen und Sessions verloren. Der Stil wurde aber beibehalten und auch auf der Debüt-LP ausgelebt.

Dramatischer Prog trifft auf walzenden Stoner. Posen fließen in einen staubigen Groove, Wucht wird mit Synthie-Flächen abgefedert.

Thematisch geht es um Rotkäppchen, genauer um eine Interpretation davon. Sie entflieht den Fesseln und geht eine Liebesbeziehung mit dem Wolf ein.

Erzählt wird dies in fünf Kapiteln, die sich musikalisch sehr ähnlich sind. „The Wolf“ und „The Maiden“ haben jeweils atmosphärische Einstiege, die dann den Stoner ins Rollen bringen. „Isabella (with Unrelenting Fangs)“ fällt dann episch aus, nimmt sich mehr Zeit für Drift und Jam. „Howling of a Prothalamion“ schließt mit spaceigen Synthies ab, funktioniert auch recht gut.

Fazit: Hat Biss.

Heavy Temple - Lupi Amoris

7.9

7.9/10
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