Review: Heaters – Suspended Youth

Die Psych-Band aus Michigan setzt auch auf dem neuen Album voll auf fließende Sounds.

Viertes Album in vier Jahren: Den Heaters kann man wahrlich keine Faulheit unterstellen. Nach dem großen Umbruch vor dem letztjährigen „Matterhorn“ gingen auch der neuen Platte Änderungen voraus. So wurde „Suspended Youth“ (Beyond Beyond Is Beyond) erstmals nicht an einem Ort als Band konzipiert.

Nachdem sich die Heaters nun auf Grand Rapids und Montreal aufteilen wurden die Ideen über eine längere Distanz ausgetauscht und einzelne Bandmitglieder arbeiteten an ihren Parts. Davon merkt man auf „Suspended Youth“ nichts, die Platte ist wie aus einem Guss.

Der wendige Garage Psych früherer Tage ist Geschichte, die Heaters zeigen sich nun verträumt und poppig. Die Synthies nehmen mehr Raum ein und der Gesang ist so klar wie nie. Waren sie auf „Matterhorn“ noch in der Findungsphase, ist hier die Reise zu Ende.

Mag man gut oder langweilig finden, handwerklich ist das auf jeden Fall perfekt gemacht. Die Tracks gehen ineinander über, ein permanentes Grundrauschen bleibt immer.

Nach warm fließenden Songs präsentiert sich „Lysander“ etwas griffiger. Auch „Venus“ treibt mehr an, bleibt aber sanft. Ansonsten sticht da nichts heraus, alles ist ein einziger Sog.

Fazit: Meditationsmusik der besseren Art.

7.2

Fazit

7.2/10