Review: Harvey Rushmore & the Octopus – Futureman

Die Schweizer haben sich für ihr neues Album die großen Namen des Psych-Genres vorgenommen. Und sie erreichen sie mühelos.

Der Bandname Harvey Rushmore & the Octopus fühlt sich ein bisschen so an, als hätte man es hier mit einer wilden Rock’n’Roll-Kapelle zu tun. Oder einer verwegenen Surf-Band. Gut, das kommt wohl dem am nächsten, was es auf „Futureman“ (A Tree in a Field Records) zu hören.

Die zweite Platte der Basler beschäftigt sich auf zwei Songs mit Surf-Musik. Der gesamte Rest schaut sich in der Psych-/Garage-Schublade weiter um. Es wird dann schlussendlich einfach alles rausgeräumt, auf den Boden geschüttet und mit jedem Einzelstück etwas gespielt.

Die Band arbeitet sich in jedem Song an einem eigenen Stil ab. So wirkt „Futureman“ wie eine Compilation. Der rote Faden fehlt, was aber auch egal ist, da die Songs wirklich fast allesamt großartig sind.

Nach dem hektischen Garage Psych auf dem eröffnenden „Slime On The Beach“ begegnen wir King Gizzard und den Oh Sees auf dem teils fließenden, dann wendigen Titeltrack. „Spiders In The Sun“ liefert staubigen Psych Rock, ein Fingerzeig an die Black Angels.

Poppig verschroben wird es mit dem stimmungsvollen „Cosmic Lovers“. Dann das Surf-Doppel mit „Nightwalker“, das etwas mysteriöser ausfällt und dem umso lockeren „The Coaster“.

Einnehmend jammig ist das flotte „Trees Have Eyes“. Mit „Hole In The Sky“ gibt es dann einen zurückhaltenden und luftigen Ausklang. Fehlt noch jemandem irgendetwas?

Fazit: Alles dabei, das meiste gut.

8.6

Fazit

8.6/10