Review: Gong Gong Gong – Phantom Rhythm

Rock-Musik ohne Drums? Geht gut.

Ty Segall verzichtete zuletzt auf „First Taste“ auf die Gitarre, Gong Gong Gong kommen ohne Schlagzeug aus. Auf dem Debütalbum „Phantom Rhythm“ (Wharf Cat) stehen Gitarre und Bass im Fokus und sie werden meisterlich gespielt.

Tom Ng und Joshua Frank gründeten Gong Gong Gong 2015, beackerten fleißig den Pekinger Underground und ließen sich von allerlei Stilrichtungen inspirieren. Rock’n‘Roll, Drone, kantonesische Opern und elektronische Musik werden als Einflüsse gelistet.

Ng singt Kantonesisch über Bass- und Gitarrenlinien. Das ist es. Die Varianz ist dennoch unglaublich, das Können unbegreiflich. Wie einnehmend das sein kann, wie wenig man das Schlagzeug vermisst. Es ist Musik für Kenner.

Hypnotisch pendelt man auf „The Last Note“ zwischen Drone und Desert Rock. „Notes Underground“ ist repetitiv, einnehmend, irgendwie auch punkig, jedenfalls sehr gut.

„Ride Your Horse“ entspricht dem Titel, führt uns durch die Prairie, plötzlich landen wir in einer Endlosschleife. Hier werden technoide Muster offenbar, die uns auch auf „Sound of Love“ deutlich, ansonsten zaghaft begegnen.

„Gong Gong Gong Blues“ klingt ebenfalls so, wie es der Name andeutet. Auf „Moonshadows“ ist der Bass zunächst funky unterwegs, man einigt sich aber auf Jazz. Sehr groovy ist „Inner Reaches“ geraten, während „Some Kind of Demon“ eher mystisch ausfällt. Fantastisch ist der knarzende Post Punk auf „Wei Wei Wei“.

Fazit: Herausfordernd, man wird aber belohnt.

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