Review: Golden Dawn Arkestra – Children Of The Sun

Das Psych-Kollektiv aus Texas zündet auf ihrem zweiten Album wieder ein spaciges Funk-Afrobeat-Feuerwerk.

Golden Dawn Arkestra tauchten 2014 mit einer in Eigenregie entstandenen EP auf und verzaubert seitdem vor allem mit ihren bunten Live-Performances. Nach ihrem Debüt „Stargazer“ folgt nun zwei Jahre später die neue Platte „Children Of The Sun“ (Nine Mile Records).

Der Sound des Psych-Kollektivs aus Texas hat sich nicht großartig verändert. Es wird eine wilde Mischung aus Funk, Lounge, Afrobeat und Psych Rock angeboten. Stellenweise ist das Ergebnis dann euphorisch, manchmal aber auch eher mystisch. Die volle Wucht hat die Band ebenso drauf wie die zaghaften Töne.

Vergleiche mit den Flaming Lips hinken, wenn man die aktuelle Inkarnation hernimmt. Am ehesten dockt „Children Of The Sun“ am 2006er „At War With The Mystics“ an. Möglicherweise werden diese Parallelen aber immer auch gerne aufgrund der farbenprächtigen Live-Shows der beiden Bands bemüht.

„The Wolf“ steigt derweil mit rasantem Desert Psych in die Platte ein. So rockig wird es dann erstmal nicht mehr. Schon „Wings Of Ra“ zeigt sich epischer und vertrippter, beinahe hymnisch. „Lovely Day“ ist wunderbarer Afrobeat-Fuzz-Psych, der spacige Momente hat und insgesamt sehr toll ist.

Mit dem Titeltrack gehen wir in den funkigen Teil über. „The Ocean“ ist angenehm fließend, während uns „Cosmic Dancer“ in die Disco entführt. Danach zwei ruhige Nummern mit dem Song aus 1001 Nacht mit Namen „No One Like You“ und dem sanften „The Answer“.

Zum Abschluss gibt es das acht Minuten lange Stück „Promised Land“. Dieses beginnt zwischen Blues und Jam Rock und fadet schließlich im Weltraum aus.

Fazit: Sehr abwechslungsreiche und durchgehend gute Platte.

8.3

Fazit

8.3/10