Review: Goatman – Rhythms

Ein Mitglied des namenlosen Goat-Kollektivs arbeitet sich auf seinem Solo-Debüt an World Music und Kraut Rock ab und verliert sich dabei.

Goatman ist Teil von Goat und bleibt, wie der Rest der Band, namenlos. Wir wissen nur, dass er ein Mann ist. Nun erscheint sein Solodebüt „Rhythms“ (Rocket Recordings), das sechs Tracks enthält, die auch gut ins Goat-Universum passen würden. Vielleicht müssten sie dabei aber etwas fokussierter sein.

Goatman hat sich einige Gäste eingeladen. David Byström und Johann Asplund steuern Bläser bei, Hanna Östergren von den Hills trommelt auf einem Track. Zudem gibt es zwei Sänger und eine Sängerin zu hören.

Der Sound ist ähnlich der seiner Hauptband. Wir erhalten eine Mischung aus World Music, Jazz, Kraut Rock und Psych. Der zugrunde liegende Teppich besteht aus repetitiven Mustern, darüber wird experimentiert.

Teilweise geraten diese Spielereien etwas zu beliebig, wie etwa auf dem instrumentalen „Limelight“. Der Track ist antreibend, aber doch entspannend. Immer wieder melden sich fremde Zwischentöne und spacige Sequenzen, die so gar nicht reinpassen. Ein Mausklick hier, dann noch dort und huch, ja noch einer, da muss noch was Abgefahrenes hin.

Stark sind „Jaam Ak Salam“ mit dem aufpeitschenden Seydi Mandoza, das sehr hypnotisch wird, dicke Bläser hat und eine saucoole Gitarre einführt. „Carry The Load“ ist jazziger Gospel, der sehr geheimnisvoll gerät. Wunderbar ist auch die dronige Abschlussnummer „Baaneexu“.

Fazit: Vielleicht etwas zu verspielt.

7.5

Fazit

7.5/10