Review: Gloria – Oidophon Echorama

Eineinhalb Jahre nach ihrem Debütalbum legen die Franzosen eine EP mit wunderbarem Psych Pop nach.

2016 veröffentlichten Gloria ihr Debütalbum „Gloria In Excelsis Stereo“. Darauf beriefen sie sich auf den Sixties Psych, verliehen ihm aber mehr Kanten, wenn auch Pop permanent durchschimmerte.

Nun sind die Franzosen mit einer neuen EP zurück. „Oidophon Echorama“ (Howlin‘ Banana / Ample Play) beinhaltet sechs neue Songs, die direkt an den Vorgänger anknüpfen. Auch auf dem neuen Release ist die Band sehr retro unterwegs und vermag gute Stimmung zu verbreiten. Aber auch ruhigere, experimentellere Parts dürfen vertreten sein.

Der Einstieg fällt mit „Heavy“ sehr euphorisch aus. Schuld daran sind die fetten Bläser, die sofort einen Ohrwurm herbeizaubern. Und: Noch nie wurden verschiedene Gerichte schöner aufgezählt. Diese helle Stimmung bleibt aber nur kurz.

Denn schon „The White Lily“ präsentiert sich mystischer und treibender. Auf „Mama Milker“ gibt es einen leichten Country-Touch. „Gloria’s Recipe“ ist zurückhaltender und verlorener, „The Rain Is Out“ gar etwas düster. Erst mit der Schlussnummer „Bad Cat“ erhalten wir poppige Momente zurück.

Fazit: Ein Hit, dann dem Sixties Psych etwas mehr entlockt. Sehr gute EP.

 

8.4

Fazit

8.4/10