Review: Gilberto Rodriguez y Los Intocables – Sabor Maracuyá Desnuda

Der Künstler aus San Francisco interpretiert lateinamerikanische Musik neu. Nennen wir es Acid Salsa.

Gilberto Rodriguez stammt aus San Francisco und hat mit seiner Begleitband Los Intocables ein neues Album aufgenommen. „Sabor Maracuyá Desnuda“ erscheint über das Label Empty Cellar Records, das sich normalerweise mit Garage Punk auseinandersetzt. Hier erwartet uns aber etwas völlig anderes.

Im Pressetext stehen die Begriffe Acid Salsa, Backyard Cumbia und Modern Chicano Soul. Es sind lateinamerikanische Rhythmen, die dekonstruiert und neu zusammengesetzt werden. Dazu gibt es Jazz und Kraut Rock-Einflüsse. Die Band entwickelt oft sehr hypnotische Sounds, das Acid Salsa passt wohl am besten.

Die Band zieht eine Idee minutenlang durch. Stilwechsel innerhalb von Songs sind praktisch nicht vorhanden. Stattdessen wird ein Sog entwickelt, der einen manchmal entspannt zurücksinken lässt, dann wieder zu vorsichtigem Tanzen animiert.

Die Songs sind größtenteils sehr lang. Bereits die Eröffnungsnummer, „Bahiá Caliente“, erstreckt sich über acht sehr psychedelische Minuten. „Ojalá“ bleibt loungiger und etwas heller. Experimentell und eher jazzig sind „Navegando Verano“ und „Sudor Cafe Morena“.

Auf „Entre Las Estrellas“ versucht sich Rodriguez zehn Minuten lang in Variationen seiner Stimme. Dazu gibt es eine sehr einfache Instrumentierung. Mit dem Titeltrack tanzt man wild, bei „Limon Partido“ driftet man ab.

Das abschließende „Totonita Encantadora“ ist 13 Minuten lang und bietet zwingenden, gleichzeitig aber auch beruhigenden Sound.

Fazit: Klingt irgendwie verboten.

7.7

Fazit

7.7/10
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