Review: Fuzz – III

Die Kalifornier nähern sich dem ultimativen Power-Heavy-Rock-Trio-Album.

Sie wollten das Rad nicht neu erfinden, nur ein Rock’n’Roll Power Trio sein, das ehrlich und primitiv seiner Arbeit nachgeht. So wird die Herangehensweise von Fuzz an ihr neues Album „III“ (In The Red) beschrieben.

Im Studio arbeitete man mit Steve Albini deshalb daran, den Live-Sound möglichst akkurat nachzubauen. Keine Schönheitskorrekturen, pure Fuzz. Das ist gelungen.

Ty Segall, Chad Ubovich und Charles Moothart klingen so ungemein tight, so schön roh und herrlich wuchtig. Eben so, als ob sie vor einem auf der Bühne stehen würden.

Das 2015er „II“ war episch und zerfasernd. Der starke Beginn mündete in einem eher schwachen Ende. Jedes der Mitglieder hatte seine Zeit vor dem Mikrofon, was unterschiedliche Resultaten hervorbrachte. Hardcore Punk, Psych Rock oder Prog waren möglich. Das war abwechslungsreich, in seiner Großartigkeit aber auch etwas zu undurchsichtig.

„III“ ist straighter Heavy Rock mit vielen Jam-Momenten. Da ist ein Gitarrensolo möglich? Auf geht’s, Charles, nutze die Chance! Dazu ist die Rolle des Sängers lediglich Segall vorbehalten. Dem organischen Ergebnis mangelt es dann etwas an Höhepunkten. Wer braucht die, wenn es gar so geil groovet?

„Returning“, der Opener: Schön, dass ihr wieder da seid! Eine tolle Nummer, tight, groovend, dann verstolpert. „Nothing People“ ist entspannter Hard Rock, „Spit“ catchy Garage Rock.

Nach den knackigen Stücken folgt mit „Time Collapse“ ein erster Jam. Dann wird es wieder straight, mit „Close Your Eyes“ vertrackter und mit „Blind To Vines“ schön lässig. „End Returning“ schließt ausufernd, räudig, gemütlich und fantastisch.

Fazit: „IV“ wird sicherlich die Krönung.

8.7

8.7/10
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