Review: Fu Manchu – Clone Of The Universe

Was kann man nach über 30 Jahren im Business noch anbieten? Einiges.

So einfach schütteln Fu Manchu die Songs offenbar nicht mehr aus dem Ärmel. Aus dem anfänglich jährlichen Veröffentlichungsrhythmus sind nun mehrere Jahre geworden. So liegen vier Jahre seit dem letzten Werk „Gigantoid“.

Wen mag das verwundern, nach über 30 Jahren Bestehen und elf Alben. Auf dem zwölften Werk, betitelt „Clone of the Universe“ (At The Dojo), probieren die Stoner Rocker dennoch etwas Neues aus.

Für den Schlusstrack „Il Mostro Atomico“ haben sie sich den Rush-Gitarristen Alex Lifeson ins Studio geholt und mit ihm eine über 18 Minuten lange Jam-Session eingespielt. Es ist der längste Track der Fu Manchu-Geschichte und auch der experimentellste.

Der Track durchlebt mehrere Phasen. Fette Riff-Parts treffen auf proggigere Teilstücke. Dann wälzt sich wieder eine Stoner-Wand durch die Gegend. Mehrere Male wird der Rhythmus gewechselt, jede Gitarre nimmt sich das Recht heraus, eine neue Richtung vorzugeben. Der Gesang blitzt nur kurz auf, ansonsten ist das Stück instrumental.

Zuvor erhalten wir sehr solide Fu Manchu-Songs. Unvermittelt beginnt die Platte mit „Intelligent Worship“ und klassischem, sehr temporeichen Stoner Rock. „(I’ve Been) Hexed“ ist schleppernder, „Don’t Panic“ dafür wieder schneller.

„Slower Than Light“ ist ebenfalls eher untypisch für Fu Manchu. Nach dem beschwörerischen Beginn bricht zunächst Stoner los. Das Tempo variiert permanent. Ebenfalls ungewöhnlich ist das wuchtige, doomige und fiese „Nowhere Left To Hide“. Der Titeltrack ist dann wieder Fu Manchu, wie wir sie kennen und lieben.

Fazit: Nach all den Jahren doch noch für eine Überraschung gut. Fu Manchu liefern ein sehr, sehr gutes Album ab.

8.4

Fazit

8.4/10