Review: FRIGS – Basic Behaviour

16 Monate lang haben die Noise-Rocker an ihrem Debütalbum gearbeitet. Die Detailverliebtheit merkt man deutlich.

2014 erschienen die FRIGS aus Toronto mit ihrer „Dirty Frigs“-EP auf der Bildfläche. Darauf waren matschige, psychige Noise-Rock-Stücke, die zwar deutlich nach Home Recordings klangen, dennoch das Potenzial der Band andeutete.

Vier Jahre hat es gedauert, bis die Band nun ihr Debütalbum vorlegt. „Basic Behaviour“ ist es betitelt und erscheint via Arts & Crafts. 16 Monate lang hat sich der Entstehungsprozess hingezogen. Songs wurden geschrieben, zu Hause aufgenommen, dann im Studio verfeinert.

Herausgekommen ist ein vielseitiges, detailverliebtes Album, das aus dem engen Noise Rock-Korsett permanent ausbricht. Sängerin Bria Salmena singt mal sanft, dann wieder brüllt sie. Ihre Stimme trägt. Im Hintergrund gibt es klimpernde Gitarren, die wir von Sonic Youth kennen. Gerne schalten sich auch Synthies für Störgeräusche ein.

Die besten Tracks sind die mit langer Laufzeit. Wie etwa das zunächst ruhige und bedrohliche „Waste“, das mehrere Metamorphosen durchmacht. Oder das treibende „Chest“, das ebenfalls Stilwechsel vollzieht. Der Abschlusstrack „Trashyard“ kann das ebenfalls aufweisen.

Die übrigen Songs bieten Noise Rock, mal reduziert, dann wieder mit Ausbruch. Gleich der Einstieg mit „Doghead“ ist den FRIGS wunderbar gelungen.

Fazit: „This is shit and I am nothing“, schreit Salmena wiederholt auf „II“. Muss man widersprechen.

7.8

Fazit

7.8/10
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