Review: Frankie and the Witch Fingers – ZAM

Die Garage Psych-Band aus Los Angeles hat mit ihrer neuen Platte ein Monster erschaffen.

Bisher kannten wir von Frankie and the Witch Fingers surfigen Sixites Garage Psych, der gerne auch mal kantiger, dann wieder zerfahrener sein durfte. Zuletzt lieferte man mit „Brain Telephone“ eine Sammlung verstrahlter Songs ab. Jetzt erscheint das Mammutwerk „ZAM“ (Greenway Records), eine Doppel-LP, die das Spektrum öffnet.

Es ist ein Monster von einem Album. Man kann es kaum so richtig genießen, da man immer Gefahr läuft, einen Break oder ein Solo zu verpassen.

Kraut Rock und Prog mischen sich in das Universum der Band aus Los Angeles ein. Dafür stehen die zentralen Nummern „Dracula Drug“, „ZAM“ und „Underneath You“. Jeweils über acht Minuten lang, bieten sie Abgefahrenes, wie es sonst nur Australier oder John Dwyer hinkriegen.

Wendiger, unfassbar abwechslungsreicher Psych, der ruhige Momente an wuchtigen Fuzz Punk knüpft, grundsätzlich aber angenehm dahinfließt.

Zwischendurch gibt es straightere Songs, wie etwa „Work“, das ebenfalls Fuzz anbietet, aber auch driftet. Oder das entspannte „Purple Velvet“, das uns kurz durchatmen lässt.

Es ist eine sehr hektische Platte, das Tempo ist hoch, wir freuen uns auf Ruhepole. Erst ganz am Ende dürfen wir unsere Einzelteile mit „Head Collector“ wieder aufsammeln.

Die Hits sind das sonnige, aber auch druckvolle „Realization“ sowie das Wechselbad, das sich „Cobwebs“ nennt. Hymnisch wird es mit „Dark Sorcerer“ und beinahe wirkt dieser Track fehl am Platz, weil er zu einfach zur Sache kommt.

Fazit: Unfassbar gut und ein großer Sprung nach vorne.

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