Review: Frankie and the Witch Fingers – Brain Telephone

Frankie and the Witch Fingers toben sich auf ihrem neuen Album im Sixties Psych aus. Den 13th Floor Elevators gefällt das.

Wer den typischen LA-Psych-Sound sucht, wird ihn bei Frankie and the Witch Fingers finden. Hier scheint die Sonne, der Fuzz trifft den Jangle und ein bisschen Spaß muss auch sein. Auf ihrem neuen Album „Brain Telephone“ zelebriert die Band wieder einmal den Sixties Psych und legt etwas Surf sowie Northern Soul dazu.

Glenn Brigman und Josh Menashe sind die Köpfe hinter den Triptides, die einen ähnlichen, wenn auch etwas softeren Sound produzieren. Bei Frankie and the Witch Fingers entfesseln sie ihre Wildheit. Die 13th Floor Elevators waren zwar Texaner, dennoch formten sie ihren Sound zu einem guten Teil in Kalifornien und dieser wird hier beinahe durchgehend zitiert.

„Brain Telephone“ bietet zunächst einen surfigen Einstieg mit etwas Fuzz. Dann geht es mit „Learnings of the Light“ direkt zu den Elevators, wo man für den Rest des Albums verweilen wird. Die Band bekommt das Rohe und Verqueere beinahe ebenso gut hin. „Sunshine Earthquake“ ist fast ein direktes Zitat und kommt sehr leichtfüßig daher. „Microscope“ ist sehr fuzzig zu Beginn, wandelt sich dann in entspannten Psych.

Das surfige „Doomed“ und das wilde „Owsley“ sind die heimlichen Hits. Mit „Let Love Be Love“ gibt es eine Beatles-Annäherung. Im epischen Schlusstück „Mother’s Mirror“ wird es teilweise proggig, vor allem jammig.

Fazit: Eine sehr gut abgestimmte Zeitreise in die Sechziger. Zum Wegdriften und Abtanzen.

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