Review: Flat Worms – Antarctica

Dicht und ergreifend: Die Kalifornier liefern eine hochprofessionelle und harte Rock-Platte ab.

2017 veröffentlichten die Flat Worms ihre Debüt-LP, schredderten sich durch Songs, die Post Punk ansteuerten, schlussendlich aber eher im Punk beheimatet waren. Zwei Jahre später folgte die fantastische „Into The Iris„-EP. Das Trio aus Kalifornien gestaltete ihre Songs nuancierter, klarer, verlor dabei aber die Energie nicht.

Nun gibt es mit „Antarctica“ (God?) Album Nummer zwei. Die Flat Worms bestehen aus sehr begabten Musikern, und zwar Justin Sullivan (Night Shop), Tim Hellman (Oh Sees) und Will Ivy (Lilac, Bridez). Man setzte sich mit zwei weiteren Profis ins Electrical Audio von Chicage: Ty Segall und Steve Albini.

Was soll schon anders dabei herauskommen, als eine harte, durchgestylte Rock-Platte. So ist es dann auch. „Antarctica“ ist gnadenlos, dabei hochkonzentriert, jeder Schlenker ist beabsichtigt, Twists sind wohl geplant.

Genre-Grenzen sind jetzt gesprengt. Garage Rock, Psych, Post Punk, Noise Rock, alles kommt zusammen in einen Topf. Wobei der Ausschlag in Richtung Nervenprobe schon eher dominant ist. Der Opener „The Aughts“ fließt noch dicht und packend dahin, doch bereits „Plaster Casts“ poltert schief heran.

„Market Forces“ macht wieder Zugeständnisse an die Hörbarkeit, die vom Titeltrack bestätigt werden. Mit dem schrägen „Via“ beginnt dann aber eine härtere Phase.

„The Mine“ wirbelt mächtig Staub auf, ist bebender Noise Rock. „Ripper One“ ist ein Ripper, setzt Sägen gegen Wucht an. Zwei Mal fließender Punk noch, dann die Abschlussnummer „Terms of Visitation“, die sehr eindringlich ausfällt. Auch das nichts für gemütliche Sonntage auf der Terrasse.

Fazit: Eine sehr gute Rock-Platte. Man sollte nur in der richtigen Stimmung dafür sein.

8.9

8.9/10
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