Review: Farflung – This Capsule

Die Space Rock-Legenden legen ein großartiges neues Album vor. Es ist cool, abgefahren, chaotisch und angenehm.

Vor über 25 Jahren gründeten sich in Kalifornien Farflung. Von der ursprünglichen Besetzung sind noch Michael Esther und Tommy Grenas übrig. Für ihre neue Platte „This Capsule“ (Noisolution) komplettieren Chris Nakata und Paul Hischier das Line-Up. An den Drums ist der nach den Aufnahmen verstorbene Rodney Rodriguez zu hören.

Farflung hatten zudem mit einer Krebserkrankung in ihren Reihen zu kämpfen. Zahlreiche Konzerte mussten abgesagt werden, die Zukunft der Band war bedroht. Umso erstaunlicher ist das Ergebnis auf „This Capsule“. Die Band spielt befreit auf. Einen eleganten Desert Groove weiß man ebenso zu servieren wie einen endlosen Psych-Jam.

Fünf Tracks umfasst die Platte, wobei der kürzeste Song fünfeinhalb Minuten dauert. „Anymore Because“ eröffnet die Platte mit fiepsenden Psych Rock. Nach einer wilden Anfangsphase driftet der Song ab. In Ruhe fadet der Song mit Space-Sounds und unheimlichen Sprachschnipsel aus.

„Flesh for a Moonless Star“ beginnt mit sehr stimmungsvollem Desert Rock, wird dann sehr wuchtig. Eine sehr starke Nummer! „Red Today“ ist mächtig und böse.

Das Kernstück der Platte ist das 20 Minuten lange „Prostitute to Spacecraft“, bei dem Cameron Murray mitsingt. Fließender Space Rock kippt um. Nach einer kurzen Bastelpause meldet sich ein zwingender Groove, der immer wieder durch schwurbelnde Sounds unterbrochen wird.

Zum Abschluss schenkt uns „When Dull Wolves Dream“ angenehm fließende Soundflächen. Die Störgeräusche sind nur noch selten, wir gleiten entspannt hinaus.

Fazit: Ein wilder Ritt.

8.2

Fazit

8.2/10