Review: Erregung Öffentlicher Erregung – EÖE

Mehr ist besser, gilt für das Debütalbum der Post Punk-Band aus Berlin/Hamburg.

Erregung Öffentlicher Erregung haben lange für ihr Debütalbum gesammelt. 2015 erschien die „Farbfernseher“-EP, fünf Jahre später gibt es nun eine erste LP mit „EÖE“ (Euphorie).

20 Songs umfasst die Digitalversion. Ein paar Interludes sind dabei, aber der überwiegende Teil sind richtige Nummern. Das erlaubt uns einen umfassenden Blick auf das Quintett aus Berlin und Hamburg.

NDW, New Wave, Post Punk, das sind die bestimmenden Genres. Etwas Disco noch, hier und dort die Fuzz-Gitarre, wie etwa auf dem Hit „Kacke in der Jacke“, der nie wieder aus dem Kopf geht. Trotz der Fülle an Songs haben wir es mit einer sehr großen Varianz zu tun.

Minimalistisches wechselt sich mit Fülligem ab, atmosphärische Tracks werden von knackigen Krachern begleitet. Da ist kein Ausschuss dabei, wahrlich eine Leistung.

Sängerin Anja Kasten ist insgesamt ein Highlight. Wie fantastisch sie für die nötigen Spitzen auf dem sonst eher dahintreibenden „Vermessen“ sorgt. Sie hält die Spannung hoch, bringt die nötige Energie mit, sollte es einmal monoton werden.

Toll das spröde „Anna“, herausragend das post-punkige Disco-Schimmern auf „Kein Bock auf Frühstück“. Und wie es fantastisch blubbert auf „Blaue Zähne“.

Fazit: Es lohnt sich.

8.6

8.6/10
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