Review: Earth Girl Helen Brown – Mars

Für die Sommerausgabe des Allstar-Projekts Earth Girl Helen Brown hat sich wieder einmal das Who-is-Who der kalifornischen Garage-Rock-Szene zusammengefunden.

Wie war das mit den zu vielen Köchen? Bei dem Projekt Earth Girl Helen Brown könnte man aufgrund der Teilnehmerliste als Garage-Rock-Fans fast ohnmächtig werden. Mitgemacht haben: Heidi Alexander, Jamin Barton, Dave Cousin, Mikal Cronin, John Dwyer, James Finch Jr., Dylan Hadley, Tahlia Harbour, Warren Huegel, Nora Keys, Shannon Lay, Jack Name, Tim Presley, Ty Segall, Dave Sitek, Sonny Smith, Enrique Tena und Mikey Young. Da hätten wir eigentlich alle Namen beisammen, die derzeit in Kalifornien Psych-Musik fabrizieren.

Nun liegt mit „Mars“ (Empty Cellar Records) die Sommerausgabe des Projekts vor. Die Platte folgt „Mercury“ nach, welches wir im Frühjahr bekamen. Die Single „Flower of Darkness“ hatte groovigen Garage Rock mit Weirdo-Faktor versprochen. Ein schiefer Synthie, unheimlicher Gesang. Diese Idee wird auch durch die restlichen Songs getragen.

Der Einstieg gerät mit „Attention“ aber etwas weniger rockig. Dafür gibt es dominierende Synthies, die mit einem einfachen Drum-Beat untermalt werden. Nicht weniger verschwurbelt ist „Tommy D. & The Atomic B.“ geraten. Ein Saxophon sägt durch das LoFi-Stück, das sehr mystisch daherkommt.

„Vanishing Spray“ bietet leichtfüßigen und fast schon straighten Indie-Rock. Durchatmen, Kopf freibekommen, denn es wartet ja noch die fast zwölf Minuten lange Schluss-Session mit Namen „Oh! What A War“. Hier jammed das Ensemble, dass es eine wahre Freude ist. Dem Track liegt ein toller Groove zugrunde, der gut über die Spieldauer trägt.

Um das Projekt abzurunden, gibt es bei Empty Cellar Records die Aufnahme als recyclebares Tape.

Fazit: Stellenweise vielleicht etwas zu weird, dennoch ein schimmerndes Kleinod.

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