Review: Dunbarrow – II

Classic Heavy Rock ohne Schnörkel: Die Norweger reduzieren zugunsten von mehr Wärme.

Da gibt es oft zu viel Tamtam im Heavy Rock. Eine Vielzahl an Effekten, die die Gitarrenarbeit überladen. Die Stimme verzerrt, mit übermäßigem Echo überladen. Auf all diese Spielereien haben Dunbarrow keine Lust. Auf „II“ (RidingEasy Records) möchten die Norweger Klarheit.

Dazu gestalten sie ihren 1970er Classic Heavy Rock sehr rein und ohne Verfremdungen. Getragen werden die Songs von Espen Andersons toller Stimme. Man hört ihm gerne zu, wenn er von verwunschenen Wäldern, seltsamen Kreaturen und blutrünstigen Hexen erzählt.

Der Sound ist schnörkellos und sehr warm. Druckvolles Spiel wirkt nie überwältigend. An manchen Stellen gleitet die Band sogar ins Folkige, wie etwa auf der Eröffnungsnummer „On Your Trail“ oder auf dem akustischen Instrumental-Stück „Feberdrøm“.

Wird es doomiger, wie etwa auf „Please Let Me Be“, bleibt es dennoch warm. Die Gitarrensoli sind vertrackt, nie aber übersteuert. In „Ode to the Moon“ kann man sich gut fallen lassen, „The Demon Within“ hat eine fantastische Atmosphäre.

Fazit: Toller Heavy Rock, der nie nervt.

7.8

Fazit

7.8/10