Review: Duck Duck Grey Duck – Traffic Jam

Die Schweizer präsentieren ein mächtiges Werk zwischen Jam Rock, groovendem Psych und poppigem Surf.

Seit ihrem 2015er Debüt mit „Here Come…“ scheinen Duck Duck Grey Duck einiges an Material angesammelt zu haben. Denn das neue Album der Band aus Genf kommt in einem riesigen Umfang daher. „Traffic Jam“ (Casbah Records / A Tree in a Field Records) beinhaltet insgesamt 25 Songs, darunter nur wenige Interludes oder Skizzen.

Dabei wird Englisch oder Französisch gesungen, teils auch instrumental gejammt. Das musikalische Spektrum ist breit, wenn auch als Grundlage leicht psychiger Pop Rock dient. Ausgehend davon schlagen die Songs mal mehr in Richtung Surf, dann wieder zu Garage Rock aus.

Beachtlich: Es gibt kaum Ausschussware. Über „Clash Fuzz“ und den Titeltrack mag man etwas streiten können, zu geradlinig und poliert sind sie. Dennoch bleiben auch diese Tracks grundsolide und nerven nicht.

Highlights sind das toll groovende „Frelon“ und das wilde „Earth Collusion“. Ansonsten bekommt man funky Jams mit „Bing Bang“, „Ultra Zouk“, „Contrevent“, „Sweet Sweat“ und dem etwas experimentelleren „Talking Gun“.

Relaxten Surf gibt es mit „Meet In The City“, „Bounty Beach“ und „Wizard“. „Street Fighting“, „Ride My Bike“ und „Panic !“ entfesseln den Garage Rock. Ab der Hälfte erhalten wir French Pop mit „L’Homme Du Casque I + II“ und „Au Pays Des Merveilles De Juliet“.

Herauszuheben ist noch die Frank Zappa-Weirdness mit „Duck Tape“ und das seltsame Surf-Stück „Bel Oiseau“.

 

Fazit: Wirklich, wirklich gut. Trotz des Umfangs wünscht man sich gar noch ein paar Songs mehr.

7.3

Fazit

7.3/10