Review: Dry Cleaning – Boundary Road Snacks and Drinks

Schiefer Post Punk mit Spoken Word. Wie gehabt. Aber an einer entscheidenden Stelle ändert sich das.

Der Debüt-EP „Sweet Princess“ schieben Dry Cleaning gleich noch eine sechs Songs starke Sammlung hinterher. Dann ist ein Kapitel vorerst abgeschlossen, denn „Boundary Road Snacks And Drinks“ (It’s OK) wurde noch im alten Proberaum eingespielt. Man zieht weiter, wir sind gespannt.

Jetzt aber vorher noch „Boundary Road Snacks and Drinks“. Der Buzz um die Band aus London ist groß. Ihr lockerer, bewusst schiefe Post Punk kam bisher gut an. Auch den Adelsfimmel von der ersten EP nahm man dankend an.

Zunächst begegnet man dem Gewohnten. Florence Shaw spricht über leicht schrägen Post Punk, der wenig auf Veränderung setzt. Er dient hier mehr als Beat oder Hintergrund.

Auf „Dog Proposal“ stellt sich ein guter Fluss ein. „Viking Hair“ gerät etwas melancholischer, hat sogar im Refrain einen Rhythmuswechsel, zeigt sich dort aufmüpfiger.

Dann das Highlight, das aus dem Rahmen fällt und hoffentlich auf die Zukunft vorbereitet. „Spoils“ ist richtig fuzzy, schwenkt dann zur Funkiness. Dazu ist Shaw in einem besseren Flow.

Auf dem sanften „Sombre One“ spricht sie uns direkt in die Ohrmuschel, während sie auf „Sit Down Meal“ eher im Verborgenen agiert. Hier ist die Performance auch mehr mit Gesang zu vergleichen. Der Rock gerät zwingend.

Fazit: Wohl die Entdeckung des Jahres.

8.7

8.7/10
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