Review: Drinks – Hippo Lite

Cate Le Bon und Tim Presley werden auf ihrem zweiten Album als Drinks wieder zu kleinen Kindern.

Wie toll war das damals, als man als kleines Kind, vielleicht acht oder neun Jahre alt, seine Geschwister um einen Kassettenrecorder versammelte, auf irgendwelchen Gegenständen herumhämmerte und was einem gerade einfiel dazu sang. Man fühlte sich wie die großen Rockstars, die man bewunderte.

Dieses Gefühl stellen Cate Le Bon und Tim Presley auf ihrem zweiten Album als Drinks nach. „Hippo Lite“ (Drag City) ist der Nachfolger zu „Hermits On Holiday“, auf dem sie bereits 2015 Rock-Songs dekonstruierten. Dieses Mal fällt das Ergebnis aber deutlich reduzierter und schräger aus.

Eben so, wie wenn sie nicht wissen würden, wie ihre Instrumente zu spielen wären. Dennoch kommen da tolle Pop-Songs heraus, wie etwa auf dem sehr zurückhaltenden Eröffnungstrack „Blue From the Dark“ oder „Greasing Up“.

Großteils dominiert das Weirde, wie etwa auf „In The Night Kitchen“, bei dem Naturgeräusche eingebaut werden. Trotz all dem auf den ersten Blick Hässlichen, ist die Grundlage immer Schönheit. Bläst man den Schmutz von der Oberfläche, schimmert es verzaubernd.

Es ist die kindliche Freude, die „Ducks“ und „Leave The Lights On“ so fantastisch machen. Durch das Repetitive hat man schnell Textsicherheit und ab Minute 1:30 singt man lauthals mit. Verbeugung auch vor der Abschlussnummer „You Could Be Better“, der wie ein Residents-Remix eines Beatles-Song klingt.

 

Fazit: Wir sind wieder acht Jahre alt.

7.8

Fazit

7.8/10
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