Review: Dreamweapon – SOL

Auf ihrem zweiten Album widmet sich die portugiesische Psych-Band ganz der Entfaltung. Sie gibt sich viel Raum dafür.

Dreamweapon um Andre Couto (10,000 Russos), João Campos Costa und Edgar Moreira haben ihr zweites Album veröffentlicht. „SOL“ erscheint via Fuzz Club Records und stellt eine Neuorientierung dar. Die Platte besteht lediglich aus vier Tracks, die aber mindestens acht und bis zu 14 Minuten lang sind.

Der Bandname wurde vom Spacemen 3-Livealbum „Dreamweapon: An Evening of Contemporary Sitar Music“ abgeleitet, welcher sich wiederum an „Rites of the Dreamweapon“ von Velvet Underground-Drummer Angus MacLise anlehnt. Mit diesem Namen ist auf jeden Fall eher experimentelle Musik verbunden, der die Portugiesen nun auf ihrem zweiten Werk verstärkt nachgehen.

Auf ihrem 2015er Debütalbum fand man noch klassischen Neo Psych vor, der ab und an gedehnt und um Synthie-Lines ergänzt wurde. „SOL“ zeigt nun ein anderes Gesicht.

Die Platte ist sehr atmosphärisch und langgezogen. Der Gesang versteckt sich nun unter vielen Reverb-Schichten und agiert im Hintergrund. Davor gibt es weite Flächen, die mal leicht dann wieder schwer daliegen.

Der Eröffnungstrack „Mashinne“ startet zunächst sehr bedächtig. Im Hintergrund pumpt der Bass, eine helle Gitarre legt sich darüber. Mit der Zeit verdichtet sich der Track, bleibt aber luftig. Mehr Kraut Rock gibt es auf dem ruhig fließenden „Blauekirshe“.

Das mit über 14 Minuten längste Stück des Albums, „Qram“, lässt sich noch einmal mehr Zeit für die Entwicklung. Irgendwann transformieren sich die Flächen in treibenden Psych Rock mit Noise-Irrlichtern. „Monte da Virgem“ ist mit seinen acht Minuten recht knackig und kommt gleich zu Beginn mit hohem Tempo zur Sache.

Fazit: Sehr guter Versuch und besser als ihr bisheriger Standard-Neo-Psych.

7.3

Fazit

7.3/10
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