Review: Dream Machine – The Illusion

Aus Warm Soda wird Dream Machine und aus Power-Pop orgellastiger Sixties Psych.

Mit Warm Soda machte Matthew Melton tollen Power-Pop. Dann beschloss er Kalifornien zu verlassen und sich in Austin niederzulassen. Nach dem Umzug wurde das Line-Up der Band verändert. Seine Frau Doris stieß dazu und Musiker aus Austin schlossen sich an. Irgendwann schien dann die Wiege des Psychedelic Rock auf Melton abgefärbt zu haben. Daraufhin gründete er Dream Machine und widmete sich dem Sixties Psych.

Das Line-Up ist ungefähr das von Warm Soda plus Dillon Fernandez von Leather Girls. Vintage steht in großen Buchstaben überall drauf. Die Aufnahmegeräte sind alt, der Sound klingt nach früheren Zeiten und auch die Vermarktungsstrategie ist eher altmodisch, verzichtet sie doch auf alle sozialen Kanäle.

Das Debüt von Dream Machine heißt „The Illusion“ und kommt via Castle Face/Burger. Die Songs sind knackig gehalten, sehr von der Orgel dominiert und entwickeln allesamt einen tollen Groove. Etwas Proto-Metal steckt mit drin, zudem ein Hauch Occult Rock.

Mit dem Titeltrack geht die Platte gleich in die Vollen. Der Song erinnert an die frühen Deep Purple und hat ein hohes Tempo. Dieses wird mit „Eye For An Eye“ und „I Walked in the Fire“, das mit einem catchy Refrain aufwartet, weiter gesteigert.

„Buried Alive“ ist dann etwas okkultig eingefärbt und setzt ebenfalls auf einen Sing-a-Long im Refrain. „Torn From The Hands Of Another“ ist eines der Highlights des Albums und geht in Richtung Shocking Blue. Entspannen kann man etwas mit „Nothing Left“, einem sonnigen Hit mit nettem Synthie-Einsatz, auf den Spuren von Jefferson Airplane. Mit „Back to You“ gibt es einen epischen Song mit vielen Breaks.

Fazit: Wer sich an Orgeln nicht stört, wird hier ein perfektes Vintage-Psych-Album erhalten. Man merkt der Band die Spielfreude an, wirklich mitreißend.

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