Review: Dragged Up – D/U

Tolle neue Garage Rock-Formation aus Glasgow, die mit dem ersten Album die Messlatte unendlich hoch anlegt.

Dry Cleaning werden ja gerade für ihren sensationellen Spoken Word auf Post Punk-Ansatz gefeiert. Dasselbe sollte man auch mit Dragged Up machen. Auf ihrer Debüt-Mini-LP „D/U“ ist die Unterlage nicht Post Punk sondern noiseiger, dann punkiger Garage Rock. Fantastisch ist das allemal.

Dragged Up gründeten sich 2018 in Glasgow. Eva Gnatiuk (Las Mitras), Simon Shaw (Trembling Bells / Youth of America) und die Autorin/Spoken Word-Performerin Lisa Jones machten den Anfang. Chas Lalli (Vom / Bad Aura) und Julian Dicken (Ex-Cosmic Dead) stießen im Verlauf dazu.

Trotz des frühen Stadiums ist der Sound schon sehr einzigartig. Man merkt, dass hier Profis am Werk sind. Die Songs bieten allesamt verschiedene Ansätze, wir sind gespannt, wohin die Reise schlussendlich gehen wird. Groß steht Garage Rock drüber, der sehr variabel ausgelegt wird.

Auf dem reduzierten und stimmungsvollen „Neighbourhood Watch“ ist man eher bluesig unterwegs, während „Heavy Chevy Malibu“ wunderbar punkig hereinkracht und etwas Psych dabei hat.

Cool klimpert „The Jiangshi“ dahin, nach einem Break bäumt sich der Track dann auf. Härter kommt es mit „Return of Dafthead“, bei dem der Bass schön brummt. Moshend schleppt sich „Happy Birthday, Glen and Phyllis“ dahin, zerfällt dann.

Der Closer „Voodoo Tabard“ groovet matschig, punkig und noiseig, ufert dann aus. Eigentlich eine Sensation, wie fantastisch das alles klingt, die selber aufgenommene, gemischte und vertriebene Platte.

Fazit: Die Stars von morgen?

9.1

9.1/10
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